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Seilbahn

Der Tourismus nahm nach dem Zweiten Weltkrieg einen neuen Aufschwung. Gebaut wurden Aufstiegshilfen, die den beachtlichen Höhenunterschied zwischen den umliegenden Touristenorten und dem Gebirgskamm überwanden. Auf tschechoslowakischer Seite führte eine Einseilumlaufsesselbahn System Von Roll zum Gipfel. In den Sesseln dieser Bahn saß man zu zweit nebeneinander quer zur Fahrtrichtung. Die Bahn führte vom nördlichen Rand des Ortes Pec pod Sněžkou (890 m n.m.) über die Růžová hora (1354 m n.m.) hinauf zur Sněžka (1594 m n.m.). Der Bau der Seilbahn begann 1946; die Kosten wurden auf 4.796.900 Kcs. geschätzt. Der untere Teil wurde am 15. Januar 1949 eröffnet, der obere Teil mit Testläufen am 10. November 1949. Der obere Teil der Bahn bereitete wegen starken Witterungseinflüssen immer wieder Schwierigkeiten, im Winter 1962/63 wurde der Betrieb wegen Vereisungen unterbrochen, 1968 stürzte die Bahn ein. Ursprünglich war ein 17-jähriger Betrieb geplant, 1980 wurde der Betrieb nach 30 Jahren vorübergehend eingestellt. Erst 1982 ging die Seilbahnanlage nach Abstellung der schlimmsten Sicherheitsmängel wieder in Betrieb.

Anfangs gehörte die Seilbahn zu den Tschechoslowakischen Staatsbahnen, erst 1997 ging sie an Pec und Malá Úpa, seit 1999 gehört sie allein der Stadt Pec.

Seit Anfang der 1990er Jahre war von Seiten der tschechischen Nationalparkverwaltung immer wieder ein ersatzloser Abbruch der überalterten Anlage gefordert worden, um die Besucherzahlen im ökologisch sensiblen Bereich um die Schneekoppe zu begrenzen. Im Juni 2007 wurde der Neubau einer Seilbahn auf der gleichen Trasse beschlossen.

Am 22. September 2011 wurde für den Neubau der Bahn der Grundstein gelegt, die Bauarbeiten begannen im Juli 2012. Die obere Sektion der alten Bahn war seit dem 13. Mai 2012 außer Betrieb, die untere Sektion folgte ihr am 2. September 2012.

Die neue Seilbahn wurde von der Leitner AG geliefert. Es handelt sich dabei um eine Einseil-Umlaufbahn vom Typ GD4, die Kabinen bieten Platz für vier Personen. Die Bahn verkehrt wie der Sessellift in zwei Abschnitten von Pec pod Sněžkou (829 m n.m.) über die Růžová hora (1339 m n.m.) hinauf zur Sněžka (1588 m n.m.). Dabei wurden die Stationen Růžová hora und Sněžka auf den Grundrissen des Sesselliftes errichtet. Die Talstation in Pec pod Sněžkou wurde hingegen etwa 60 Höhenmeter tiefer und damit näher am Ort errichtet. Die Bahn ist insgesamt 3716m lang, die Fahrtzeit beträgt etwa 16 Minuten (Sessellift ca. 25 Minuten). Die maximale Beförderungsleistung der neuen Bahn blieb aus Gründen des Naturschutzes gegenüber dem Sessellift mit 250 Personen pro Stunde gleich.

Die neue Seilbahn nahm im Februar 2014 ihren Betrieb auf, die Baukosten beliefen sich auf ca. 300 Millionen Kronen. Die vergleichsweise lange Bauzeit war den schwierigen Wetterverhältnissen geschuldet

Seilbahn-Betrieb:
- Täglich von 8 bis 19 Uhr (1. 10. - 30. 4. bis 18 Uhr),
- nur bis Windgeschwindigkeit von 60 km/h,
- Betrieb zum Schneekoppe-Gipfel in Abhängigkeit vom aktuellen Wetter,
- bei großer Belastung kann man nicht in der Zwischenstation zum Schneekoppe-Gipfel einsteigen.

Betriebsbedingungen:
- Transport von Kinderwagen und Rollstuhlfahrern
- Hunde-Transport (nur mit Korb + Leine)
- Transport von Skiern und Schlitten
- Fahrräder werden nicht transportiert

Fahrgeld-Zahlung:
- Kč (CZK) + Kreditkarten

Parkplatz-Entfernung:
- Pkw 100 - 600 m,
- Buse 700 m.
Preis:
- Pkw 25 CZK / Stunde., max. 125 CZK
- Buse 200 CZK / Tag

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